Prof. Dr. Dirk Brockmann wird Beirat

Es begann mit einem Weihnachtsgeschenk, dem Buch „Im Wald vor lauter Bäumen: Unsere komplexe Welt besser verstehen“. Dies hatte unser CEO Christoph Wargitsch allen Mitarbeiter:innen im Dezember 2021 zukommen lassen, ohne zu erahnen, was seine Affinität für die Physik und Komplexitätsthematik bewirken würde. Denn nach einem glücklichen Telefonat unseres R&Dlers Michael Urban durften wir nur vier Monate später den Autor dieses Buchs, Dirk Brockmann, als Speaker zum Transformation Talk mit der Überschrift „Konnektivität“ begrüßen.

Wir spulen nur zwei Monate weiter und schon reiste Dirk wiederum in neuer Rolle zu uns nach Bayern: am 1.7.22 nahm er am Vormittag als Zuhörer am New-Work-Transformation-Talk teil, während er am Nachmittag in der Think-Tank-Einheit des Beirats als aktiver Beirat mit seinen Kollegen und Kolleginnen sowie den Transformation Engineers Herausforderungen zum Megatrend New Work bearbeitete. 

Transformation Talk Organisation im Wandel

Dirk ist Professor am Institut für Biologie der Humboldt-Universität in Berlin, Wissenschaftler am Robert Koch-Institut und Leiter der Arbeitsgruppe „Research on Complex Systems“. Er bringt herausragende Qualitäten als transdisziplinärer Denker, als Komplexitätsforscher und leidenschaftlicher Ausbilder von Talenten mit sich. Nach dem Studium der Physik und Mathematik arbeitete er an vielen verschiedenen Themen, wie der „Computational Neuroscience“, anomaler Diffusion, menschlicher Mobilität, der Dynamik von Infektions- und Massenkrankheiten und komplexen Netzwerken.

Wir möchten Dirk herzlich bei uns begrüßen und freuen uns sehr über die Zusammenarbeit! Zum Auftakt seiner Beiratsfunktion haben wir ihm drei kleine Fragen gestellt.

Michael Urban: Wir haben uns jetzt in ganz verschiedenen Kontexten gesehen: als Interview-Gast für die Transformation Expedition (zukünftiges Format zur Erforschung des Wesens der Transformation), als Speaker beim Transformation Talk und als neuer Beirat bei einer Think-Tank-Session – und das alles in einem Zeitraum von nur knapp über zwei Monaten. Wie waren diese ersten Treffen für dich?

Dirk Brockmann: Für mich waren die Besuche ganz großartig. Auf verschiedenen Ebenen. Zum einen ist die Denkkultur meiner sehr verwandt, die Dynamik, der Fokus auf das Essentielle. Transformation ist ja ein dynamischer Prozess, also das Gegenteil von Status Quo. Das offene Denken gefällt mir und eben auch das unternehmerische Denken, weil das in der Wissenschaft nicht sonderlich ausgeprägt ist. Obwohl es ursprünglich sicher einmal so gewesen ist.

Du bist ein sehr gefragter und beschäftigter Mensch und Berlin-Pfaffenhofen ist auch nicht der nächste Weg. Da sollte sich unsere Zusammenarbeit schon lohnen. Wo siehst du Anknüpfungspunkte und Potentiale diesbezüglich?

Der Gewinn ist, dass man zwar ähnlich denkt, aber in anderen Kontexten. Also lernt man. Die Anknüpfungspunkte sind eine gemeinsame Sicht- und Denkkultur, nur die Anwendungen sind unterschiedlich. Wenn ich sehe, wie Methoden z.B. in der Unternehmensberatung angewendet werden, kann ich das zurückbringen in die Wissenschaft.

Zum Abschluss noch ein Fun Fact zu dir, auf den wir uns vielleicht noch freuen dürfen? 

Ich fahre ein 45 Jahre altes Motorrad, werde es aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht bis Pfaffenhofen damit schaffen.

Autor

Michael Urban

Head of Research & Development